Von Aikido bis Wushu – es gibt eine große Vielfalt an Kampfkünsten. Bei Krav Maga wird vor allem taktisches Denken und Handeln geschult.
Krav Maga gehört nicht dazu. Es ist ein vom Mossad entwickeltes Selbstverteidigungssystem. Die Techniken sind analog in jeder Bedrohungssituation anwendbar. Geschult wird vor allem taktisches Denken und Handeln. Kern ist, den Gegner und die Bedrohungslage richtig einzuschätzen und entsprechend zu reagieren. Oft heißt das Flucht, denn: „Einem Kampf aus dem Weg zu gehen, ist der einzig sichere Weg, nicht verletzt zu werden“. Trotz der vermittelten Griffe, Tritte, Hebel und Wurftechniken sollte man bescheiden bleiben.
Die Wahrscheinlichkeit, sich selbst zu verletzen, ist bei einem bewaffneten Angriff groß. Mit trainierten Reflexen hat man aber gute Chancen, lebens- wichtige Organe zu schützen. „Wer nicht kampferprobt ist, verfällt oft in eine Schockstarre“, sagt Sebastian Luwen, der seit 1996 Muay Thai und inzwischen auch Krav Maga in der von ihm gegründeten Workers Hall Dorsten trainiert. Durch das Erproben der Bedrohung legt man diesen fatalen Instinkt ab. Das System besticht durch seine schnelle Erlernbarkeit durch standardisierte Techniken. „Wenn Neulinge kommen, brauchen sie nur eine Woche intensiven Grundkurs, um sich verteidigen zu können“. Jeder wird dort abgeholt, wo er steht – oder eben per Wurftechnik zu Boden gebracht.